Das vierköpfige Zittauer JOBStARtER-Projektteam „TRANSREGIO PRO JOB“ will seit 008 jungen Menschen in der Grenzregion Ostsachsen betriebliche Alternativen bieten. TRANSREGIO PRO JOB setzt im Dreiländereck Deutschland/Tschechien/Polen auf grenzregionale Ausbildungsnetzwerke, Workshops und „runde Tische“. Die Aktivitäten sollen berufliche Ausbildung in der strukturschwachen Euregion Neiße attraktiver machen, damit Jugendliche in der Heimatregion bleiben. Regionale Unternehmerverbände wie der Bundesverband mittelständische Wirtschaft e.V./Oberlausitz und der Allgemeine Unternehmerverband Zittau unterstützen das Projekt bereits.
Mechatronik-konferenz Im April 2008 führte TRANSREGIO PRO JOB gemeinsam mit dem Dreistädtebund Hradek/Bogatynia/Zittau die für die Region erste internationale Konferenz zur grenzüberschreitenden Ausbildung von Mechatroni- kern mit fast 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmern durch. Die anwesenden Akteure aus Politik, Wirt- schaft, Kammern, Berufsschulen und Vereinen waren sich einig: Es ist dringend nötig, die Ausbildungssys- teme anzunähern, die beruflichen Qualifikationen junger Menschen vergleichbarer zu machen und die Abschlüsse gegenseitig anzuerkennen. Als Ergebnis der erfolgreichen Konferenz vereinbarten die Länder- vertreter konkrete weitere Arbeitsschritte.
dreiländerumfrage Zurzeit befragt TRANSREGIO PRO JOB Unternehmen im Dreiländereck, ob sie Auszubildende brauchen und wie sie zu grenzüberschreitenden Kooperationen stehen. Bereits 177 Unternehmen in den drei Grenzlän- dern haben sich an der Umfrage beteiligt. Erste Zwischenergebnisse:
Interesse an grenzüberschreitenden Kooperationen haben: •17 % deutscher Unternehmen, •39 % polnischer Unternehmen und •78 % tschechischer Unternehmen.
Praktikumsplätze für deutsche Auszubildende wollen folgende Unternehmen anbieten: •17 % deutscher Unternehmen, •93% der polnischen und •87% der tschechischen Unternehmen.
Aufbau eines trinationalen Netzwerks: •86% der polnischen und •63% der tschechischen Unternehmen möchten sich beim Aufbau eines trinationalen Netz- werkes engagieren.
Arbeitstreffen im September Ende September 2008 trafen sich Vertreterinnen und Vertreter Deutschlands, Tschechiens und Polens erneut im Rahmen eines Dreiländer-Arbeitstreffens. TRANSREGIO PRO JOB hat dabei den Teilnehmenden den Aufbau eines „Kooperations-Kompetenz-Netz- werks“ für regionale Ausbildungsstrukturen und ein verbessertes betriebliches Ausbildungsplatzangebot in der Grenzregion Ostsachsens vorgeschlagen – das Konzept stieß auf großes Interesse. Außerdem wurde einvernehmlich beschlossen: Der Dreiländeraustausch soll 2009 bereits für Jugendliche im 2. Ausbildungsjahr verschiedener Berufe (Bäcker, Tourismus-Kaufleute, Verwaltungsberufe) starten. Besonders für die deutschen Jugendlichen bedeutet das, fremde Sprachen zu erlernen, denn ihre tschechischen und polnischen Mitstreiter können überwiegend gut Deutsch. Deutsche Unternehmer haben den Austausch begrüßt, denn ihnen kommt die Erweiterung der Fremdsprachenkenntnisse ihrer Auszubildenden unmittelbar zugute. Alle drei Länder wollen abgestimmte LEONARDO-Anträge stellen, um die Finanzierung des Austausches sicherzustellen. Außerdem sollen zuständige Stellen in Zukunft schneller als bisher einzelne Berufe, zum Beispiel Mechatroniker/Mechatronikerin, anerkennen, denn 2011 soll in der Region der Arbeitsmarkt bereits grenzüberschreitend geöffnet sein.
kontakt: ABS Robur GmbH Zittau Dr. Susanne Wolf Bahnhofstraße 25, 02763 Zittau